BMW GS Trophy 2014 Kanada #5

Munich / Balfour, Canada. Tag 5 der internationalen GS Trophy 2014 war an Action und Aufregung nicht mehr zu toppen: Spektakuläre Offroad-Highlights, äußerst anspruchsvolle Sonderprüfungen und eine unvergessliche Überraschung für einen der Teilnehmer standen auf der Tagesordnung. Erstmals wurde bei einer Trophy ein öffentlicher Empfang für geladene Gäste gegeben, die sich eingehend über die Trophy informieren wollten.

Heute startete und endete die GS Trophy 2014 erstmals am selben Ort: an der Kootenay Lakeview Lodge. Nach einhelliger Meinung der Teilnehmer bot die 200 Kilometer lange Rundfahrt in punkto Fahrkönnen die bisher beste Mischung des ganzen Events. Dazu zählten eine traumhafte, 45 Kilometer lange Piste mit atemberaubender Sicht auf Gletscherseen und eine Sonderprüfung namens „McDonald-Hang“, bei der alle vier Teammitglieder auf einer scheinbar unmöglichen, steilen Bergauffahrt über loses Geröll ihre Leistungsgrenzen ausreizen mussten.


Für Entspannung blieb wenig Zeit: Im nächsten Teil der Strecke erwartete die Fahrer auf der „Rutschpartie“ eine extrem anstrengende Überquerung eines felsigen Bergsturzes mit anschließender Abfahrt. Es folgte der Höhepunkt des Tages: eine Auffahrt zum Sandon Pass, bei der sie eine 28°-Spitzkehre nehmen mussten. Aus Sicht vieler Teilnehmer war das nichts für schwache Nerven. Besondere Erwähnung verdient das italienische Team, das dem Team USA dabei half, ein angeschlagenes Motorrad auf diesem anspruchsvollen Parcours bis zum Gipfel hochzubugsieren. Beide Teams trafen mit über einer Stunde Verspätung ein. Dafür wurden sie aber von den übrigen Trophy-Teilnehmern zu ihrem Einfallsreichtum und ihrem Teamspirit beglückwünscht.


Die anderen, die diese Herausforderung rechtzeitig bewältigt hatten, konnten sich auf dem Rückweg zum Camp an den berühmten heißen Quellen von Ainsworth erholen und den allgegenwärtigen Muskelkater bekämpfen. An der Kootenay Lakeview Lodge erwartete sie schließlich die letzte Sonderprüfung des Tages – ein mehrteiliger Geschicklichkeitstest, der aus Radwechsel, Trialfahren und dem Heben der mehr als 200 kg schweren R 1200 GS über einen Baumstamm bestand. All das spielte sich vor begeisterten VIP-Gästen ab.


Als die Sonne über dem idyllischen Städtchen Balfour unterging, versammelten sich Gäste, Teamteilnehmer, Journalisten und lokale Würdenträger, um den GS Lifestyle ausgiebig zu feiern. Und dazu gab es jeden Grund: „ONE WORLD. ONE GS.“-Fahrerin Stephanie Rowe war extra eingeflogen, um die Teilnehmer und Gäste zu empfangen. Am meisten überrascht war ihr Freund Vincent Biau vom Team Frankreich, der sie tausende Kilometer entfernt in London glaubte.

Ein anstrengender, aber schöner Tag klang mit Livemusik der Rockband Frankie McQueen aus, die eine 8-stündige Fahrt von Calgary nach Balfour auf sich genommen hatte, um bei der GS Trophy dabei zu sein. Der morgige, vorletzte Tag der Trophy, an dem es in nördlicher Richtung bis Fort Steele weitergeht, wird voller neuer Herausforderungen sein.