A long journey to sahara #02

Anreise nach Nordafrika:

Am Freitag den 27. März beginnt die Anreise zum SaharaCamp. ca. 3.000 km entfernt  von meiner Heimatstart Thyrnau, lande ich nach einer Übernachtung am Gardasee und einem langweiligen Trip via Autobahn an der Fähre in Genua. Zwei Tage dauerte die Überfahrt auf der Fähre. Eingepfercht in einer abgehalfterten Kabine mit zwei (gottseidank) mitfahrenden Kollegen. Stickige Luft, schlechte klimatische Bedingungen und natürlich kein Fenster zu öffnen. Wobei ich es mit Peter und Werner noch gut getroffen habe. Ein weiterer Motorradfahrer aus Frankfurt, namens Rolf,teilte sich eine 4-Bett Kabine mit 3 Muslimen und nach der Anlegestelle in Barcelona mit einer Frau. Grundsätzlich nichts falsches, wäre diese nicht auch eine Muslimin. 

Apropos Muslime: Neben dem, das der Fitnessraum des Schiffes als Moschee umfunktioniert wurde, rauchen und saufen die Senegalesen und Muslime nicht schlecht an Bord der Fähre. Gut, wir wussten von Anfang an, das es kein Kreuzfahrtschiff ist. Nichtsdestotrotz hätte man sich den ein oder anderen besseren Service gewünscht. Neben einer regelrechten Abzocke beim Essen (die vorher gekauften Voucher entpuppte sich als Witz), kostete ein 0,33 Liter großes Bier ganze 5 Euro. Die Zeit vertreiben geht relativ zäh. einzig der zweite volle Tag an Bord bringt Abwechslung. Die marrokanischen Behörden lassen sich weiße und grüne Zettel ausfüllen (französisch und arabisch). Dann heißt es 3,5 Stunden in der Schiffsdiscothek anstellen für 2 Stempel und einer (un)heimlich wichtigen Nummer, die sogar in deinen Reisepass eingetragen wird. Diese Nummer benötigen wir in Afrika in jedem Hotel. Für was die gut sein soll, wissen wir nicht.


Nach zwei Tagen sehnt man sich wieder auf das Motorrad und nimmt auch Autobahn-Etappen als willkommende Abwechslung wahr. In Tager treffen wir auf Peter Zander. Peter fährt ein Touratech Motorrad ins Sahara Camp und hat die R 1200 GS LC in Almeria aufgenommen. Gemeinsam mit zwei Schweizern (Rolf + Friedel) übernehme ich die Führung und wir donnern mit sieben BMW's nach Chefchaouen. Die N1 ist keine Autobahn, sondern für unsere Verhältnisse eine normale Landstraße. Nach 125 tollen Kilometern auf nordafrikanischem Gebiet, finden wir (dank Navi) relaitv schnell das gebuchte Hotel Atlas Chaouen. Ein bewachter Innenhof für die Motorräder und ein toller Blick auf Chefchaouen by Night entschädigen für die Anreisestrapazen mit dem Schiff.

Nach einer erholsamen Nacht und einem mehr als befremdlichen Frühstück, geht es am nächsten Morgen gegen Marrakech der Millionenmetropole von Marroko. Wir suchen den Platz der Geköpften.

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Kommentare: 1
  • #1

    Martin Franitza (Mittwoch, 01 April 2015 15:57)

    Die Nummer im Pass wird auch bei jeder Anmeldung im Hotel oder Unterkunft angegeben. So weiß man jederzeit, wo Du bist! Ist das nicht sicher?